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Von Zeit zu Zeit erneut untersuchen lassen
Das Ergebnis einer Schlafapnoe-Voruntersuchung kann bei einer rneuten Untersuchung nach einiger Zeit anders ausfallen, zum Beispiel nach einer gravierenden Erkrankung - ein Erfahrungsbericht Mein Mann wird seit 1989 mit einem CPAP-Gerät wegen seiner Schlafapnoe therapiert. Im Laufe der Jahre haben wir beide uns sehr befasst mit dieser Therapie, ihren hilfreichen Folgen, dem verbesserten Gesundheitszustand. Aber durchaus auch mit den weniger angenehmen Nebenwirkungen und Mängeln, die auftreten können. Und vor allen Dingen mit den Möglichkeiten, sie zu beseitigen, zu regulieren, kurz allem Drum und Dran der CPAP-Nutzung. Wir dachten dabei durchaus an den Nutzen, die sie neben uns auch Gleichbetroffenen bringen könnte. Schon früh haben wir das Gefühl und auch Bedürfnis gehabt, anderen Menschen, die ebenfalls unter der Erkrankung leiden, unsere Erfahrungen und erworbenen Kenntnisse weiterzugeben und ihnen damit zu helfen. Als mein Mann das CPAP-Gerät zu nutzen begann, war seine Verbreitung noch lange nicht so intensiv wie heutzutage. Zuerst mussten wir überhaupt mal ein Schlaflabor finden. Und zwar nicht in Köln, dort gab es noch keines. Wo war ein Schlaflabor? Wir forschten und fragten. Und schließlich hatten wir Glück bei der Redaktion einer Kölner Tageszeitung. Dort erschien ein Artikel über diese Krankheit, für die in Australien von einem Dr. Sullivan ein Atemgerät konstruiert worden sei, mit dem sie therapiert werden könne. Auch in Amerika werde das Gerät schon einige Zeit genutzt. Das nächste Schlaflabor, so wurde uns von der Redaktion gesagt, sei bei Schmallenberg, im Sauerland und heiße Grafschaft. Auch die Telefonnummer erhielten wir. So kam mein Mann zu einem Schlaflabor und einem, wie wir feststellten, auf diesem Gebiet bereits damals sehr erfahrenen und bemühten Arzt, Herrn Dr. Schönhofer der als junger Oberarzt diesen Fachbereich des Klinikums leitete. Heute ist er Professor in Hannover. Ab dem zweiten Besuch, jeweils zur Kontrolle, habe ich dann meinen Man nach Schmallenberg begleitet, denn in dem gastfreundlichen Ort gab und gibt es viele Feriengäste. Sogar unser kleiner Hund ging mit und konnte am Tag mit uns beiden die schönsten Spaziergänge machen. Im Hause, Klinik Grafschaft, gab es bereits eine Selbsthilfegruppe. Eines Abends, zum Gruppentreffen, war man seitens des Krankenhaus-Personals unabkömmlich verhindert um bei der Gruppe zu sein. Damals fragte Herr Dr. Schönhofer meinen Mann, ob er wohl an dem Abend die Gruppe betreut. Schließlich sei er schon länger ein Patient, ein interessierter Patient, und könne vielen Neulingen sicher manches erzählen. So begann die Bekanntschaft mit der Selbsthilfe. Und schon einige Zeit danach, vor circa 8 Jahren, gründeten wir an einer Kölner Klinik, durch Anstoß des Chefarztes, unsere Kölner Selbsthilfegruppe. Dort nehmen mein Mann und ich interessiert und engagiert an den Treffen teil, bei denen sich die Mitglieder, zum großen Teil genau so lange wie wir in der Gruppe mitwirkend, recht wohl, informiert und gut aufgehoben fühlen. Seit dieser Zeit nehmen wir beide, wenn eben möglich, auch an Tagungen, Seminaren, Zusammenkünften von Geräteherstellern, Infoveranstaltungen und den mehrmals jährlich stattfindenden Tagungen des VdK-Fachverbandes, dem unsere Gruppe angehört, teil. Wir fühlen uns auf diese Weise gut informiert über Krankheit und Therapiemöglichkeit. Ich selbst hatte nie daran gedacht, auch unter dieser Erkrankung zu leiden, sah auch dazu keinen Anlass. Als ich vor fünf Jahren einen leichten Schlaganfall erlitt, erholte ich mich sehr gut von der kurzzeitigen teilweisen Lähmung einer Gesichtspartie. Aber, zuerst etwas belustigt, dann ernsthafter sagte mein Mann mir danach, dass ich zu schnarchen beginne. Er meinte doch, dass ich vorsichtshalber mal eine Voruntersuchung, ein screening, bei einem Pneumologen machen lassen sollte. Wohl oder übel ließ ich also ein screening auf Schlafapnoe machen, bei einem Lungenfacharzt. Das Resultat war jedoch, dass ich zwar schnarche, aber keine Apnoen vorhanden seien. Zwei Jahre später erfolgte ein zweiter Schlaganfall bei mir. Keine sichtbaren Folgen dieses Mal. Aber meine Stimme war nicht mehr in Ordnung und der Geschmack war teilweise nicht mehr vorhanden, eine schlimme Situation. Auch im Hals schien etwas nicht in Ordnung zu sein: Ich hatte oft Hustenanfälle, vorwiegend beim Essen, so dass ich fast zu ersticken glaubte. Über längere Zeit wurden Sprechübungen beim Logopäden vom Neurologen veranlasst. Schließlich musste ich mich einer Kehlkopf-Operation unterziehen, weil sogar Verdacht auf bösartigen Tumor entstand. Ich nahm 13 kg ab (von vor der Erkrankung 66 kg). Mit einer Cortisonbehandlung, die nötig wurde und nun schon lange anhält, kam dann schließlich alles wieder einigermaßen in Ordnung. Was aber während der Jahre seit dem ersten Schlaganfall blieb, war der zu hohe Blutdruck. Es gab bei mir keine Nachtabsenkung des Druckes. Im Gegenteil, nachts steigt der Blutdruck an und ist auch morgens früh noch immer sehr hoch, im Verhältnis zum Tagesverlauf. Vor kurzem bekam ich die Gelegenheit ein Screening-Gerät zu testen, ein Gerät zur ambulanten Vorsorgeuntersuchung bei Schlafapnoe. Es war kinderleicht zu handhaben und ich schlief, was ich ganz und gar nicht erwartet hatte, unbehelligt ein und die Nacht durch. Das Resultat war leider für mich nicht so gut: "Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt um weitere Untersuchungen zu veranlassen" , schrieb man mir. Ein ausführlicher Bericht über die Nacht mit dem microMesam lag bei: Das Gerät entdeckte eine "pathologische Atmungsstörung" . Wodurch sie ausgelöst wird, wird man dann wohl zu finden versuchen. Jedenfalls ist das screening, die Voruntersuchung von vor fünf Jahren, hinfällig. Mein Hausarzt, erfahrener Internist mit Schwerpunkt Koronar-Kenntnisse, schaute recht betroffen auf die Auswertungen. Er hatte durchaus in den Jahren vorher allerlei Untersuchungen, auch bezüglich des nicht absinkenden Bluthochdruckes, veranlasst. So zum Beispiel an der Uniklinik Bonn, Angiologie. Nun werden vorerst eine Ultraschalluntersuchung und eine Sonographie gemacht. Wie es weitergeht werden wir sehen. Was ich mit diesem Bericht sagen möchte ist, dass das Ergebnis einer vor einiger Zeit einmal durchgeführten Voruntersuchung auf Schlafapnoe, nicht immer für alle nachfolgenden Zeiten gilt. Offensichtlich kann sich nach einiger Zeit, zum Beispielnach einer nachhaltigen Erkrankung, daran etwas ändern. Bei mir ist es jedenfalls so. (Quelle: Marga Haas, SHG Köln und Umgebung, 20. Juli 2005)
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