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Schlafapnoe – (K)ein Thema in der Pflege!

Aus- und Fortbildung in der Kranken-, Gesundheits- und Altenpflege

August 2009

Die schlafbezogene Atmungsstörung Schlafapnoe, an der circa 5 Prozent der Bevölkerung erkrankt sind, ist immer noch ein "Stiefkind" in der medizinischen Aus- und Fortbildung der Gesundheitsberufe.

Medizinisches Pflegepersonal, welches in den 80er Jahren ausgebildet wurde, hat häufig von der Erkrankung noch nichts gehört und ist deshalb bei der Versorgung/Betreuung/Pflege von Schlafapnoe-Patienten überfordert. Viele Patienten haben in den Selbsthilfegruppen berichtet, dass das medizinische Personal die Atemtherapiegeräte (zum Beispiel CPAP ) nicht kannte.

Eine häufige Frage an die Patienten war: "Was haben Sie denn für ein Gerät auf dem Nachttisch? Sowas habe ich ja noch nie gesehen."

Auch bei den jüngst ausgebildeten Kranken-, Gesundheits- und AltenpflegerInnen ist das Wissen über die Erkrankung häufig nicht vorhanden. Dies kann unter Umständen lebensbedrohliche Auswirkungen für den Patienten/Bewohner haben.

Wir halten es deshalb für notwendig, dass die schlafbezogene Atmungsstörung Schlafapnoe in der Aus- und Fortbildung von Gesundheits-, Kranken- und AltenpflegerInnen einen höheren Stellenwert bekommt.

Einige unserer Selbsthilfegruppen halten zwar schon seit Jahren auf Einladung der Ausbildungsstätten sowie der stationären Einrichtungen Vorträge zum richtigen Umgang mit den Atemtherapiegeräten und erläutern die Probleme, die bei der Therapie auftreten können. Trotzdem haben wir ein großes Interesse daran, dass dies nicht nur auf zufälligen Wunsch der Einrichtung hin geschieht.

Wir, als bundesweit bekannter, neutraler Fachverband, bieten Ihnen dazu auch jederzeit gerne unsere Unterstützung an. Aufgrund unserer Erfahrungen aus der Selbsthilfegruppenarbeit sowie als Referenten in Ausbildungsstätten und Einrichtungen der Kranken- und Altenpflege können wir Ihnen auf Wunsch Anregungen zur inhaltlichen Gestaltung des Themas "Schlafapnoe" geben. Auch PowerPoint-Vorträge können wir Ihnen kostenlos zur Verfügung stellen.

Treten Sie mit uns in Dialog! Fragen Sie uns!

Folgende Ausbildungsinhalte halten wir für wichtig:

  • Obstruktive- und zentrale Schlafapnoe: Ursachen, Symptome, Diagnostik und Therapie
  • Auswirkungen von - den Muskeltonus beeinflussenden - Medikamenten auf die CPAP -Beatmung
  • Was haben GesundheitspflegerInnen in der prä- und postoperativen Phase des CPAP -Patienten zu beachten?
  • Gerätetypen (CPAP , selbstregulierende Atemtherapiegeräte, Geräte mit zwei Druckniveaus, Geräte zur Behandlung der Cheyne-Stokes-Atmung)
  • Atemmasken und Maskenkompatibilität
  • Handhabung der Atemtherapiegeräte (Anschließen des Gerätes und des Zubehörs, Aufsetzen der Atemmaske, Wasserwechsel im Anfeuchter)
  • CPAP und Sauerstoff
  • Reinigung von Atemtherapiegeräten sowie des Zubehörs
  • Verhinderung und Beseitigung von Therapiestörungen (entzündete Augen, trockene Atemwege, Druckstellen im Gesicht, undichte Maske)

Mit Atemtherapiegerät ins Krankenhaus - Unsere Vorstellungen von einer patientengerechten stationären Versorgung:

  • Das Pflegepersonal muss über die Erkrankung sowie über den besonderen Betreuungs- und Überwachungsbedarf von Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen informiert sein.
  • Eine Klinik, welche die Verwendung patienteneigener Geräte nicht unterstützt, muss die Patienten mit eigenen Atemtherapiegeräten versorgen.
  • Folgende "Schlüsselfragen" sollten im Anamnesegespräch, sowie im Aufklärungsgespräch vor der Narkose gestellt werden: "Schnarchen Sie nachts?" - "Hat Ihnen schon jemand gesagt, dass Sie während des Schlafes Atempausen haben?" - "Sind sie morgens nach dem Erwachen müde und abgeschlagen?" - "Haben Sie nach dem morgendlichen Erwachen häufig Kopfschmerzen?" - "Sind Sie tagsüber ausgesprochen müde, schlafen Sie häufiger auch tagsüber ein?"

Präoperativ mit CPAP therapierte Patienten müssen so früh als möglich auch postoperativ wieder der CPAP -Therapie zugeführt werden.

Mehr Infos zum Projekt "Pflege"
-Vorträge des VdK-Fachverbandes ab sofort als Pflegefortbildung zertifiziert
28.4.2010 - Vorträge des VdK-Fachverbandes Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen sind ab sofort als Pflegefortbildung zertifiziert.

Mehr zum VdK-Fachverband:


Der VdK-Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen ist der Dachverband in Deutschland, der sich ohne Wenn und Aber für die Anliegen der Schlafapnoe-Patienten und Selbsthilfegruppen einsetzt. Wir sind Vertreter der Patienten und finanziell unabhängig.

Derzeit sind im VdK-Fachverband Schlafapnoe / Chronische Schlafstörungen deutschlandweit 72 Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen organisiert.

Als Dachverband setzen wir uns für eine Verbesserung der schlafmedizinischen Versorgung ein.

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