Logo des VdK-Fachverbands Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen

Gemeinsame Resolution der Verbände und Selbsthilfegruppen

Auf Initiative des VdK-Fachverbandes "Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen" haben sich die deutschen Schlafapnoe-Selbsthilfeorganisationen verpflichtet, mit sinnvollen Vorschlägen an der Kostenreduktion im Gesundheitswesen mitzuwirken.

Die schlafbezogenen Atemstörungen, zu denen auch die Schlafapnoe zählt, können zu den großen Volks- und Zivilisationskrankheiten gezählt werden. Studien ergaben, dass circa 5 Prozent der Bundesbürger von der Schlafapnoe betroffen sind. Davon ist nur ein geringer Teil bereits diagnostiziert beziehungsweise therapiert.

Das bedeutet, dass mehrere Millionen Menschen noch an nicht therapierter Schlafapnoe leiden!

Unabhängig von den vielen Einzelschicksalen unbehandelter Kranker kann die Schlafapnoe auch schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkt verursachen. Über 33 Prozent der Schlaganfallpatienten haben Schlafapnoe! Diese Folgen der Schlafapnoe, die die Kostenträger im Gesundheitswesen weiterhin Milliarden Euro kosten und den betroffenen Patienten beträchtliches Leid bereiten, können weitestgehend reduziert werden, wenn es gelingt durch:

  • verstärkte Aufklärung und kostenlose Vorsorgeuntersuchungen auf breiter Basis
  • Kapazitäts- und Qualitätsverbesserungen bei Diagnostik und Therapierung im Schlaflabor und schlafmedizinischen Zentren
  • effizientere Nachsorge therapierter Patienten

die Schlafapnoe rechtzeitig zu erkennen und erfolgreich zu therapieren.

Die Therapie ist vergleichsweise einfach und preiswert, gemessen an der teuren Behandlung der Folgeerkrankungen. Die in Selbsthilfegruppen organisierten Patienten beteiligen sich schon seit Jahren gerade durch ihre Arbeit an einer differenzierten, qualitativen und dennoch kostengünstigen humanen Versorgungsmedizin.
Alle Entscheidungsträger im Gesundheitswesen sind eindringlich aufgefordert, die oben aufgeführten Maßnahmen als verbindliche Standards schnellstens umzusetzen.

Reinhard Müller
Bundessprecher im VdK-Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen

 

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